No Trash Challenge

Let the journey begin.. 
Wir wollen euch den Start in ein nachhaltigeres Leben vereinfachen. Geht einen Schritt nach dem anderen. Das Leben muss nicht von einem Tag auf den anderen plastikfrei werden. Das ist ein Prozess und es ist völlig in Ordnung, wenn er dauert. Mit unserer No Trash Challenge machen wir jeden Tag einen Schritt in ein umweltfreundlicheres Leben. 
Wir schlagen Dinge vor, die ihr grade noch nicht ändern könnt oder wollt? Kein Problem. Post speichern und vielleicht später irgendwann darauf zurück kommen. Wir schlagen Dinge vor, die ihr schon macht? Zeit um euch auf Schulter zu klopfen und euch zu freuen. 
Die Challenge soll euch alle motivieren und inspirieren. Sie ist aber kein Wettbewerb mit dem Ziel komplett Zero Waste zu leben. Das tun wir auch nicht. Es geht darum zu reduzieren, wo’s halt geht.
Wir wünschen euch viel Spaß bei der Reise. 

 

 

Tag 1: Müllanalyse

Bevor wir Müll vermeiden können, wird es erstmal richtig dirty: Wir schauen uns unseren Müll an. Wir analysieren woher er kommt und wie wir ihn in Zukunft vermeiden können. Wenn man z.B. viele Zeitschriften liest, könnte man überlegen, diese nur noch digital auf dem Smartphone oder Tablet zu erwerben. Schreibe die Top 5 Müllerzeuger auf und überlege dir Alternativen. 
Was sind eure Top 5? 

Tag 2: Einkaufsplanung

Den meisten Müll erzeugt bei uns die Nahrungsverpackung. Daher ist auch die zweite Challenge erstmal theoretisch: Plane deinen Zero Waste Einkauf. Schau in deinen Kühlschrank und dein Speisekämmerchen und überlege und recherchiere wo du diese Dinge lose, unverpackt, oder zumindest plastikfrei, also in Papier und Glas erwerben könntest. Am besten schreibt ihr es direkt auf. Eine gut organisierte Einkaufsliste ist das A & O eines nachhaltigen Einkaufs. Was sind eure größten Einkaufs-Herausforderungen? Wo geht’s noch nicht plastikfrei?

Tag 3: Einkaufsvorbereitung

Jetzt geht’s ans Eingemachte! Als Vorbereitung für das Einkaufen braucht ihr Gläser, Jutebeutel, Zuziehbeutel aus Baumwolle und vielleicht auch Netze für Obst und Gemüse. Diese könnt ihr aus alten Stoffen selber nähen oder fertig kaufen im Unverpackt-Laden eures Vertrauens. Aufbewahrungsgläser und alte Einmachgläser dienen euch für die Lagerung und Transport. Also einfach mal sammeln, auswaschen und Etikett entfernen. Wir empfehlen euch immer einige Zuzieh-Beutel und Netze in der Tasche zu haben. Just in case. Außerdem erleichtert es den Einkauf wortwörtlich um mehrere Kilogramm, wenn ihr im Laden alles in Beutel abfüllt und dann Zuhause für die Lagerung in Gläser umfüllt.

Tag 4: Online

Wie nachhaltig bist du online unterwegs? Benutzt Ecosia als Suchmaschine, entscheidet euch für einen E-Mail-Betreiber mit sauberem Strom und lest Online Magazine, die sich mit ökologischen Themen auseinandersetzen. Mit einem nachhaltigen Handy-Anbieter setzt ihr der Torte die Kirsche auf. Es gibt tatsächlich wenig Dinge die so einfach und schnell gehen wie der Wechsel zu Ökostrom. Ein Anruf oder Nachricht an euren Ökostromanbieter und that’s it. Die meisten Anbieter übernehmen lästige Ummeldeformalitäten. 
Es ist erstaunlich wie viele nachhaltigere Optionen es mittlerweile auch online gibt. Man muss sie nur kennen. Wir suchen nur noch mit Ecosia. Pro 45 Suchanfragen wird ein Baum gepflanzt. Ein nachhaltiger Telefonanbieter ist Wetell. Lesen könnt ihr zum Beispiel bei enorm Magazin oder Utopia.de

Tag 5: Strom

Heute berechnen wir unseren Ökostrom Tarif. Mit einem Wechsel zu Ökostrom kannst du ganz einfach viel bewirken. Mit jedem Wechsel, steigt der Anteil an Erneuerbaren Energien im deutschen Strommix. Der Wechsel zu Ökostrom beschleunigt den Ausstieg aus Kohlestrom mit seinen klimaschädlichen CO2-Emissionen. Es gibt tatsächlich wenig Dinge die so einfach und schnell gehen wie der Wechsel zu Ökostrom. Ein Anruf oder Nachricht an euren Ökostromanbieter und that’s it. Die meisten Anbieter übernehmen lästige Ummeldeformalitäten. Ist Ökostrom teurer? Nein, nicht zwingend. Wer bislang im Standardtarif eines überdurchschnittlich teuren Grundversorgers war, wird sich über die Ersparnis mit grüner Energie freuen. Einfach mal berechnen lohnt sich. In unserem Laden, Lager und Co. haben wir seit Tag 1 Ökostrom. Wir sind bei Naturstrom und sehr happy damit. Wenn ihr zu Naturstrom wechselt gibt’s übrigens einen 40€ OU-Online Shop Gutschein.

Tag 6: Mittag

Wie isst du eigentlich wenn du unterwegs bist? Kochst du vor Ort, bringst du was mit oder gehst du ausserhalb essen? Besorg dir eine Edelstahlbrotbox um deinen Mittag zu transportieren oder spontan gerüstet zu sein für einen Snack unterwegs. Gerade in Zeiten des Homeoffices ist es etwas leichter, das Mittagsessen müllfrei zu gestalten. Aber es arbeiten ja erstens lange nicht alle von Zuhause und zweitens wird sich auch das irgendwann wieder ändern. Eigentlich eine ideale Zeit sich eine Mittagessen-Routine anzueignen. Für alle, die sich damit schwer tun, lohnt es sich am Anfang der Woche eine kleine Wochenplanung mit Mahlzeiten zu schreiben. Das geht in einem Schwupps mit der Einkaufsliste. Hier lohnt es sich einmal in eine gute Lunchbox und Besteck zu investieren. Einen auslaufsicherer, robuster Begleiter ist unverzichtbar und wird euch lange erhalten bleiben. Die Lunchbox transportiert nicht nur unser selbst gekochtes essen. Sie kann auch ins Restaurant mitgenommen werden, für Take Aways oder Resten (Grade etwas schwierig, wissen wir. Aber in der Zukunft dann wieder). 
Es geht natürlich nicht nur allein ums Mittagessen, sondern grundsätzlich um Essen unterwegs. Hier ein kleiner Exkurs zum Thema To Go Verpackungen: Sie sind mitverantwortlich dafür, dass der Verpackungsmüll in den letzten Jahren stetig gestiegen ist. Das Motto ist oft: Viel Verpackung für wenig Inhalt. Auch in Supermärkten gibt es immer mehr kleine Verpackung mit einer Portion. Ist zwar (zugegebenermaßen) irgendwie ganz praktisch, aber bringt ordentlich viel Abfall mit sich. Das Gleiche gilt für Take Aways von Restaurants. Hier aber eine gute Nachricht: Bundesumweltministerin Svenja Schulze möchte ein Verpackungsgesetz einführen, dass Gastronom*innen verpflichtet auch eine Mehrweg-Lösung für Essen To Go anzubieten.

Tag 7: Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

1. Kreativ werden mit Resten: Alles offene auf den Tisch packen und daraus ein Gericht improvisieren. 
2. Lebensmittel retten: Bei Sirplus könnt ihr gerettete Lebensmittel einkaufen. Greift zudem im Supermarkt zu weniger hübschem Obst oder Gemüse.
3. Mindesthaltbarkeitsdatum hinterfragen: Vertraut euren Sinnen.
4. Weniger einkaufen: Auch hier ist die Einkaufsliste das A & O
Jede*r Deutsche wirft pro Jahr 55 kg Lebensmittel weg. Private Haushalte machen den größten Teil der Lebensmittelverschwendung aus. Die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung gilt als eine der wichtigsten Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel.
Retterfakt von Sirplus.

 

Tag 8: Coffee-to-go

Heute darfst du shoppen. Suche dir den perfekten Mehrweg-Becher und gönne dir damit unterwegs einen leckeren Kaffee mit gutem Gewissen. Ab dem 3. Juli 2021 ist die Herstellung von To-go-Bechern übrigens verboten. Wir können’s kaum erwarten. Für alle, die also noch keinen Mehrwegbecher haben, ist es also höchste Zeit. Ein tolles System hat auch Recup entwickelt. Die Becher funktionieren mit einem Pfand-System. Ihr zahlt also ein 1€ auf euren Kaffee drauf kriegt ihn im Recup und könnt den mitnehmen. Beim nächsten Besuch den Cup einfach wieder mitnehmen und im Café gegen einen neuen tauschen. Ist übrigens auch 100% coronakonform. 

Tag 9: Küche ausmisten

Du räumst alles aus allen Schränken und Speisekammern aus und sortierst es in die entsprechende Gruppe. Nutze dafür den Platz auf dem Tisch, aber ruhig auch den Boden. Wichtig ist die Übersicht zu behalten. Pasta zu Pasta, Müsli zu Müsli etc. Du wirst schnell feststellen wieviel Spaghetti du noch hast, das du aufessen musst, dass dir vielleicht eine Sorte rote Linsen reicht. Schau was von den Lebensmitteln noch gut ist und was verschenkt werden kann, weil du es eh nicht mehr anrührst. Eine Zero Waste Küche beginnt mit aufessen. Eine aufgeräumte Küche oder Speisekammer ist auch der Startschuss für eine richtige Lagerung von Lebensmitteln. Durch eine korrekte Lagerung könnt ihr euren Lebensmittel ein zweites oder gar drittes Leben schenken.
Trockenware am besten luftdicht verschlossen irgendwo wo es kühl und schattig ist Lagern. Auch für den Kühlschrank gibt es eine optimale Befüllung, da er nicht überall gleich kühlt.
Oben: Reste, schon zubereitete Speisen, Eingemachtes
Mitte: Käse, Joghurt und Co.
Unten: Alles, was schnell schlecht wird, Fleisch, Fisch
Gemüsefach: Gemüse kommt ins Gemüsefach, nicht in den Kühlschrank müssen: Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Zucchini. Auch Obst fühlt sich da ziemlich wohl, kann aber auch außerhalb gelagert werden, wenn es noch nachreifen soll.
Tür: Eier, Butter, Soßen, Marmeladen, Getränke

Tag 10: Leitungswasser

Flasche eingepackt? Heute nimmst du eine Glas- oder Edelstahlflasche für unterwegs mit und gibst dem Leitungswasser eine Chance. Damit könnten wir allein in Deutschland 46 Millionnen Plastikflaschen pro Tag einsparen. Trinkwasser aus dem Hahn ist in Sachen Nachhaltigkeit unschlagbar. Wir können’s nicht anders sagen: Wir lieben Leitungswasser. Wir haben das große Glück, dass wir es hier in Deutschland ganz ohne Bedenken trinken können. Durch den Umstieg auf 100% Leitungswasser können pro Jahr in Deutschland drei Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Für die Sprudel-Trinker*innen unter euch. Platz 1 in Sache Nachhaltigkeit geht an selbst gesprudeltes Leitungswasser aus dem Sprudler, Platz 2 geht ans Mineralwasser aus der Mehrweg-Glasflasche. Hier gilt wie bei allen Lebensmitteln: Umso regionaler, umso nachhaltiger, da der Transportweg ganz schön ins Gewicht fällt. Platz 3 geht an Mehrweg-Plastikflasche und letzter Platz an die Einwegflasche. 

Tag 11: Kaffee trinken

Mehr als drei Milliarden Kaffeekapseln verbrauchen wir in Deutschland pro Jahr. Diese werden normalerweise aus Neumaterial hergestellt, denn korrekt recyceln tun die Wenigsten: dafür müsste man die Kapseln erstmal leeren und das ist zu viel Aufwand. Die nachhaltigen Alternativen: French Press, Handfilter, Espressokocher oder Siebträger-Maschine.
Der Kaffee schmeckt besser und es ist preiswerter und ökologischer. Für alle die im Kaffee-Game in ein höheres Level aufsteigen wollen, empfehlen wir übrigens den Kaffee immer frisch zu mahlen. Wenn die Bohnen frisch mit der Kaffeemühle gemahlen und dann direkt weiter verarbeitet werden, hat der Kaffee ein viel intensiveres Aroma. Für ein perfektes Kaffee-Erlebnis empfehlen wir also 1. ganze Bohnen zu kaufen und sie 2. immer direkt vor dem Zubereiten zu mahlen und zwar nur so viel, wie man gerade braucht.

Tag 12: Tea Time

Heute ersetzen wir einzeln abgepackten Tee mit Tee-Eiern, einem Teesieb oder einer Kanne zum Aufbrühen. Teebeutel enthalten meistens Plastik und man kann deswegen nur Ausnahmen kompostieren. Außerdem kommen sie in einer Umverpackung. Losen Tee gibt es Unverpackt-Läden, Tee-Fachgeschäften oder der lokalen Markthalle. Du hast schon losen Tee? Wie wär’s dann mit Step 2? Bevorzuge regionale Tees. Bei Kräuter- und Früchtetees habt ihr ne tolle Auswahl zum Beispiel Hagebutten, Äpfeln, Minze oder Salbei. Ihr habt noch Teebeutel? Okay, die erst aufbrauchen und dann ab ans Tee-Ei.

Tag 13: Lieferservice

Du magst deinen Einkauf geliefert? Das geht auch ohne Plastik und ohne Auto. Heute suchen wir einen Lieferservice, der auf Mehrwegverpackungen setzt und eure Lieferung mit dem Lastenrad durchführt. Erstmal suchen. Damit ihr ihn im Kopf habt, falls ihr einen Lieferservice braucht. Besonders wenn ihr mal keine Zeit oder keine Lust habt euren Einkauf selbst zu erledigen, ist eine Lieferung echt praktisch. Einige Unverpackt Läden haben dieses Jahr einen Lieferservice aufgebaut. Spoileralarm: Wir auch ;-) Für alle Berliner*innen ist die Suche also ziemlich einfach. Die Mülleinsparung ist genau gleich wie wenn ihr den Einkauf im klassischen Supermarkt mit dem Einkauf im Unverpackt Laden vergleicht. Statt Plastik gibt’s Pfandgläser. Also gar keinen Müll. Dazu kommt auch noch der Transport. Die Lieferdienste der großen Supermärkte werden größtenteils mit dem LKW verteilt. Bei uns erfolgt die Lieferung mit dem Lastenrad. Wieder CO2 gespart. Beim Unverpackt Laden kauft man hauptsächlich Trockenware, deshalb reicht es sogar einmal oder zwei mal im Monat einen größere Bestellung aufzugeben. Da spart ihr einiges an Zeit und müsst den Einkauf nicht selbst tragen. 

Tag 14: Bad ausmisten

Ihr merkt langsam, ausmisten ist ein Ding bei uns Zero Wastler*innen. Heute nehmen wir uns das Bad vor. Beim Badezimmer ausmisten achtet ihr am besten auf Folgendes:
- Das Mindesthaltbarkeitsdatum und euren Geruchs- und Sehsinn: Ist das alles überhaupt noch gut?
- Was davon ist geschlossen, unbenutzt und kann vielleicht verschenkt werden?
- Braucht ihr zwanzig verschiedene Nagellacke und drei Haarsprays und vier Duschgels?
- Und ist da Mikroplastik drinne und sollte ich das meiner Haut und der Umwelt vielleicht erst gar nicht antun? Wir machen also 3 Haufen: Nummer 1: Alles, was wir behalten wollen. Nummer 2: Alles, was noch zu und brauchbar ist, wir aber nicht nutzen und deshalb verschenkt werden kann. Nummer 3: Abgelaufenes, Mikroplastik-verseuchtes Zeugs, was weg soll. Hier achten wir uns auf eine korrekte Entsorgung.

Woran erkennt man Produkte mit Mikroplastik?
An folgenden Namen in den Bestandteilen: Acrylate Copolymer (AC) • Acrylate Crosspolymer (ACS) • Dimethiconol • Methicone • Polyamide (PA, Nylon) • Polyacrylate (PA) • Polymethyl methacrylate (PMMA) • Polyquaternium (PQ) • Polyethylene (PE) • Polyethylene glycol (PEG)* • Polyethylene terephthalate (PET) • Polypropylene (PP) • Polypropylene glycol (PPG)* • Polystyrene (PS) • Polyurethane (PUR) • Siloxane • Silsesquioxane

Tag 15: Seifen

Das 21.Jahrhundert hat uns ausgestattet mit Flüssigseifen und Körperduschcremes - für jeden Körperteil eine eigene Pflege. Natürlich alles verpackt. Danke für gar nix 21. Jahrhundert. Brauchen wir nämlich gar nicht. Es gibt Seifen wie die Aleppo oder Olivenölkernseifen, die all das auf einmal können. Oder das Multitalent Kernseife, die den Körper reinigt und pflegt und gleichzeitig noch als Zutat für Reinigungsmittel funktioniert. Es gibt Seifen, die von Zehenspitz bis Scheitel inklusive Haare verwendet werden können. Wir lieben sie. Und nicht nur weil dank ihnen unser ganzes Lager und unser Laden so herrlich einzigartig duftet. Naturseifen sind (wenn unverpackt gekauft) plastikfrei und biologisch abbaubar. Sie sind damit nicht super für die Umwelt, sondern auch komplett frei von Zusatzstoffen, künstlichen Duftstoffen und Farbstoffen. 
Das sind unsere beliebtesten Seifen:

Tag 16: Gesicht

Wir schalten einen Gang zurück und widmen uns der Pflege. Heute machst du dir eine Maske oder ein Peeling für dein Gesicht.
Peeling: Frischer Kaffeesatz und Olivenöl. Weckt deine Haut auf und pflegt sie. Maske: 1 geschlagenes Bio-Eiweiß, 1 TL flüssiger Honig, 1/2 TL Kurkuma - fertig ist die pflegende Maske.
Wer lieber ein feineres Peeling hat, kann das Olivenöl auch mit Zucker oder Reismehl mischen. Für alle, für die es schnell gehen muss, gibt es zum peelen feste Peelings, Sisal-Säckchen oder Luffa-Produkte.
Gesichtsmasken in kleinen Aufreißbeutelchen mit Inhaltsstoffen, die wir nicht mal richtig aussprechen können. Ein Grauen. Außerdem brauchen wir das gar nicht. Es gibt jede Menge DIY Rezepte für natürliche Gesichtsmasken. Werft einen Blick in eure Küche, da werdet ihr schon einige Player haben. Bananen und Avocados  polstern trockene, unreine oder müde Haut schonend von innen auf. Eiweiß reguliert die Talgproduktion. Orangensaft entzieht der Haut überschüssiges Fett und versorgt sie mit Vitaminen. Zitronen oder Tomaten erfrischen und klären die Haut Mitessern und anderen Unreinheiten. Haferflocken, Kurkuma oder Honig wirken entzündungshemmend. Keine Zeit für DIY? Dann greift zur Gesichtsmaske in der Glasflasche. Kombiniert ihr diese mit einer wiederverwendbaren Baumwoll-Maske können die Inhaltsstoffe länger auf die Haut einwirken.

Tag 17: Haare

Da steht noch ne Shampoo-Flasche im Bad? Lass es die Letzte sein. Hier sind unsere liebsten Shampoo Alternativen.
- Die No-Poo-Methode
- Waschen mit Roggenmehl oder Lavaerde
- Haarseifen und saure Rinse
- Feste Shampoos
Probier dich durch und finde für dich die richtige Alternative. Vielleicht nicht heute, aber im Laufe der nächsten Wochen und Monate. Nachhaltige Shampoos sind sinnvoll für die Umwelt und auch für Haar und Kopfhaut. Unsere Haare sind so individuell wie wir. Daher funktionieren bei allen unterschiedliche Methoden am besten. Wir haben uns ja schon ordentlich durch unser Sortiment probiert. Hier kommen vier OU-Haartypen und die bewährten Routinen.
4 OU Haartypen. 4 Haarwasch-Methoden:
1x normales Haar, das schnell fettig wird: Haarseife plus saure Rinse mit ausspülen
1x dickes Haar: festes Shampoo abwechslungsweise von Nelumbo und Rosenrot, fleißig kämmen
1x lockiges, eher trockenes Haar: Festes Shampoo & fester Conditioner von Rosenrot, Apfelessig ohne ausspülen, nach dem Waschen Sheabutter ins Haar
1x feines, trockenes Haar: Festes Shampoo & fester Conditioner von Rosenrot Avocado oder Arganöl als Pflege alle 2 Wochen

Tag 18: Körper

Sie beginnt mit dem Waschen und geht weiter mit rasieren und cremen. Unsere liebsten Zero Waste Swaps für eine nachhaltige Körperpflege:

  1. Körperbutter statt Bodylotion in Plastik
  2. Luffa oder Sisal statt verpacktes Peeling
  3. Rasierhobel aus Edelstahl statt Einwegrasierer
  4. Rasierseife aufschäumen statt Rasierschaum
  5. Oriculi statt Wattestäbchen

Tag 19: Zähne

Weiß sollen sie strahlen. Oder zumindest sauber sein. Zahnpflege geht auch ohne Plastik. Statt Plastikzahnbürste gibt es Bambuszahnbürsten. Zahnseide im Plastikbehälter kann man ersetzen mit Zahnseide im Glasflakon und statt Zahnpastatube voll mit unnötigen Zusätzen gibt es Zahnputztabletten oder Zahnpasta im Glas. Wie lange habt ihr eure Zahnbürste schon? Mehr als 3 Monate? Dann ab in den (Rest) Müll damit und mit einer Bambuszahnbürste ersetzen. 95% davon sind kompostierbar und Bambus ist ein sehr schnell wachsender Rohstoff. Außerdem ist Bambus antibakteriell. Schritt zwei und drei sind Zahnseide und Zahnpasta. Zahnseide ist ziemlich einfach ersetzt. Noch mehr Müll sparen könnt ihr mit einem Nachfüllpack für euren Glasflakon. Am Zahnseide-Erlebnis selbst ändert sich nicht viel. Bei der Zahnpasta meiden wir die Tube aus zwei Gründen: Erstens. Sie ist aus Plastik. Zweitens. Sie enthält Inhaltsstoffe, die wir nicht im Mund haben wollen. Generell zu vermeiden: Sodium Lauryl Sulfate (SLS). Das Problem dabei: Diese Stoffe erfüllen ihren Reinigungsjob nämlich etwas zu gründlich. Sie sind ziemlich aggressiv und können so den Schutzmantel, der unsere Haut umgibt, schaden. Das gilt auch für die Haut im Mund.
Die Zahnpflege ist im Handumdrehen müllfreier gestaltet und die Zähne werden genauso sauber. 

Tag 20: Do It Yourself

Selbermachen statt Kaufen. Das gilt für Kosmetik, Küche, Reinigungsmittel und mehr. Damit spart ihr Müll und schont euren Geldbeutel. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr haargenau wisst, was drin ist. Sucht euch ein paar DIY-Rezepte raus und integrierte sie in eurem Alltag. Fangt am besten mit ganz einfachen Rezepten an, die nur wenige Zutaten haben. Das erleichtert den Start. Heute machen wir etwas selbst. Hafermilch, Deo, Waschmittel, Hustensaft - egal, was es ist. 

Tag 21: Bank

Geld gibt’s auch in grün. Und damit meinen wir nicht den 100€-Schein, sondern ein Konto bei einer nachhaltigen Bank. Einer Bank, die nur mit ethisch und ökologisch vertretbare Unternehmen Geschäfte macht und mit ihren Investitionen eine nachhaltige Entwicklung und soziale Projekte fördert. Heute wechseln wir zu einer grünen Bank. Oder wir schauen uns zumindest mal das Angebot an. Schaut mal rein bei: Tomorrow für eine mobile grüne Bank. Wer’s lieber auch offline mag, schaut hier rein: GLS Bank oder Triodos Bank. Warum macht es Sinn eine grüne Bank zu haben? Es geht schnell um viel Geld und mit unserem Konto unterstützen wir die Geschäfte, welche die Bank betreibt. Ethische Banken spekulieren nicht mit Nahrungsmitteln, investieren nicht in Waffengeschäfte, bremsen nicht die Energiewende, unterstützen keine Menschrechtsverletzungen oder Umweltzerstörung und arbeiten transparenter.

Tag 22: Reinigung

Reinigungsmittel & Co. können Stoffe enthalten, die biologisch nicht abbaubar sind und Gewässerorganismen, also z.B. Fische, schädigen sowie von Kläranlagen nur begrenzt filterbar sind. Das sind nur ein paar Gründe, um auf ökologische Putzmittel umzustellen. Diese kannst du auch leicht selber machen. Aus nur fünf Inhaltsstoffen, wie Essig, Zitronensäure, Natron, Waschsoda und Kernseife kannst du fast alle gängigen Wasch- und Reinigungsmittel selbst herstellen. Heute stellen wir unser ein eigenes Reinigungsmittel her. Heute keine Lust auf DIY? Wie wär's mit Öko-Reiniger-Tabs? Da habt ihr die Reinigungsmittel im Handumdrehen selbst gemacht. Tab und lauwarmes Wasser in die Flasche geben und fertig. 

Tag 23: Papier

Papier kann an allen Ecken und Enden gespart werden. Vom Druckerpapier, über Haushaltspapier zum Toilettenpapier gilt das Gebot: Nachhaltige Alternativen bevorzugen und sparsam verwenden. In den Drucker kommt Recyclingpapier, in die Küche kommen Lappen und ins Bad stellen wir eine Po-Dusche. Papier ist schon mal besser als Plastik. Es kann einfacher entsorgt werden, setzt dabei keine Schadstoffe frei und ist recycel- und wiederverwendbar. Trotz hoher Recyclinganteile in Deutschland ist aber Fakt, dass solange der Papierverbrauch nicht deutlich sinkt, weiterhin große Mengen an Holz und Energie verbraucht werden, um den Bedarf abdecken zu können. Es wird mal wieder Zeit für eine Liste. Schreibt auf, wo in eurem Haushalt ihr Papier verwendet. Der zweite Schritt ist dann die Suche nach Alternativen. Bei Dingen, wo ihr keine Alternative findet, greifen wir auf die umweltfreundliche Version zurück. Wir zeigen es euch an einigen Beispielen.

Druckerpapier: So wenig wie möglich drucken. Mittlerweile kann man fast alles online bearbeiten, unterschreiben und versenden. Wenn ihr druckt, dann auf Recyclingpapier. Alles, was ihr am Ende doch nicht braucht, könnt ihr als Schmierpapier für Notizen verwenden.
Toilettenpapier: Po-Dusche von @happypo.de verwenden und klassischen Toilettenpapier durch Recycling-Toilettenpapier ersetzten oder das soziale Toilettenpapier von @goldeimer verwenden.
Haushaltspapier: Durch wiederverwendbare Lappen und Schwämme ersetzen.
Papier aus dem Online-Versandhandel: Unternehmen bevorzugen, die ihre Produkte so verpackungsarm wie möglich versenden.

Tag 24: Transport

Fast 20 Prozent des in Deutschland ausgestoßenen CO2 wird durch den Verkehr verursacht. Am klimaschädlichsten ist natürlich der Flugverkehr, gefolgt vom Autoverkehr. Bus und Bahn sind klimafreundlicher. Mit dem öffentlichen Verkehr lässt sich Geld und CO2 sparen. Wer beispielsweise ein Jahr lang mit Öffis statt mit dem Auto zur Arbeit fährt, kann bei einer Entfernung von 25 Kilometern rund 3.700 Euro und rund 320 Kilogramm CO2 sparen. Die Deutsche Bahn fährt außerdem deutschlandweit mit Ökostrom. Wer nicht auf das Auto verzichten kann, könnte Fahrgemeinschaften gründen, damit die Menge an CO2 nur einmal ausgestoßen wird. Der Wechsel des Transportmittels ist eine Möglichkeit eine Menge CO2 zu sparen, die sich schnell umsetzen läßt. Am klimafreundlichsten ist es natürlich mit Fahrrad oder  zu Fuss unterwegs zu sein, wan immer möglich.

Tag 25: Werbung

Für Werbebriefe und Broschüren werden in Deutschland jährlich 820 Millionen kg Holz verbraucht. Das entspricht 2,7 Millionen Bäumen, die für meist ungelesene Werbung direkt im Müll landen. Man kann sich dagegen wehren. Mit einem „Bitte keine Werbung“-Sticker am Briefkasten. Habt ihr schon einen “Keine-Werbung”-Aufkleber
Der erste Schritt gegen Werbemüll: Aufkleber gegen Werbung. Am besten einen der gleich unerwünschte Werbung und Gratiszeitungen ablehnt. Der sollte gegen alles, was unadressiert ist helfen. Gegen adressierte Werbung das Unternehmen direkt anschreiben und Werbung abbestellen und sich zusätzlich auf der "Robinson-Liste" eintragen. So werdet ihr von den derzeit existierenden Adressenlisten aller Werbeunternehmen gestrichen, die Mitglied im Deutschen Dialogmarketing Verband sind. Ihr habt einen Aufkleber kriegt aber noch immer Werbung? Firma anschreiben und an Verbraucherzentrale melden. Kriegt ihr von den Firmen immer noch Werbung könnt ihr sie theoretisch verklagen, da aber unbedingt, das mit jeder Klage verbundene Kostenrisiko bedenken. Unseren OU Aufkleber kriegt ihr im Laden und im Online Shop als Gratisbeilage.

Tag 26: Clean-Up

Heute üben wir das einfach mal im kleinen Kreise. Beim Spaziergang im Park oder beim Gassi gehen mit dem Hund: Wenn ihr Müll seht, packt zu und bringt ihn zum nächstgelegenen Mülleimer. Auch wenn eigentlich die Städte und Gemeinden dafür verantwortlich sind, kann jeder von uns im Kleinen etwas dazu beitragen, die Natur von Plastikmüll zu befreien. Grundsätzlich sollten Städte und Gemeinden für saubere Parks und Straßen  Verantwortung übernehmen und deshalb sehen, wenn es gerade noch nicht klappt. Ergo müsste der Müll bleiben, um das Problem aufzuzeigen. Bei dieser Rechnung leidet aber die Umwelt. Der Müll der auf den Straßen rumlungert, zerstört die Natur und landet dann früher oder später in Flüssen und im Meer. Jedes Jahr gelangen 8 Millionen Tonnen Müll in unsere Ozeane, 80% davon sind Festlandabfälle. Sobald der Müll sich zu zersetzen beginnt, entstehen schädliche Chemikalien und Toxine. Diese wandern in den Boden, dann verbreiten sie sich in Wasser, Luft und unserer Umwelt. Folgen davon sind verschmutztes Trinkwasser, Ausbreitung von Krankheiten und Luftverschmutzung. Ein weiterer Vorteil von Clean-Ups ist, dass andere Menschen sie sehen. Dadurch bekommt die Bewegung und das Thema Müll mehr Aufmerksamkeit.

Tag 27: 2nd Hand

In Europa werden jedes Jahr 5,8 Millionen Tonnen Kleidung weggeworfen, davon allein werden 75% verbrannt. Für die Herstellung dieser Kleidung wurden Ressourcen aufgewandt, aber auch meist Pestizide eingesetzt, die die Umwelt belasten. Daher gehört zur Zero Waste Philosophie gebrauchte Kleidung zu bevorzugen. Weniger ist mehr. Definitiv ein Credo, das Zero Wastler*innen besonders im Kleiderschrank beachten. Komplett aufs Kleider shoppen zu verzichten, fällt aber vielen schwer. Deshalb ist Second Hand eine gute Alternative. Gebraucht-Kauf oder –verkauf gibt dem Produkt eine längere Lebensdauer und sorgt damit dafür, dass dieses Produkt (noch) nicht auf dem Müll landet. Es ist eigentlich ziemlich einfach: Je länger etwas genutzt wird, desto weniger wird weggeworfen und neu gekauft und desto weniger Müll entsteht. Second Hand kaufen schont unsere Ressourcen und ist Klimaschutz. 
Für alle, die richtig motiviert dabei sind: Wie wär’s mit Ausmisten eures Kleiderschranks? Alles, was noch ganz ist, ihr aber nicht mehr trägt kann verschenkt, verkauft oder gespendet. Alles, was kaputt ist sparen wir für morgen auf. Wir fangen heute bei den Klamotten an. Aber grundsätzlich kann man in fast allen Lebensbereichen Second Hand bevorzuge.

Tag 28: Reparieren

Heute ermutigen wir euch: Sucht etwas kaputtes und schaut, ob ihr es selber repariert bekommt oder den*die entsprechende*n Dienstleiter*in findet. Man muss nicht immer neu kaufen – manchmal reicht es das richtige YouTube Video zu finden und den Anweisungen zu folgen, um ein Gerät oder auch Kleidungsstück zu reparieren. Denn auch hier gilt: Reparieren ist ökologischer als neu kaufen. Reparieren ist nicht nur ökologischer, sondern spart auch Geld. Außerdem ist das Hochgefühl nach einer erfolgreichen Reparatur unbezahlbar.

Tag 29: Aktivismus

Aktivismus beginnt nicht erst mit dem eigenen Konsum. Du kannst auch ohne Geld auszugeben etwas bewegen. Geh’ auf eine Demonstration, unterschreibe oder starte eine Petition online, starte einen lokalen Zero Waste Stammtisch oder beteilige dich ehrenamtlich bei der Lokal-Gruppe eines Vereins oder einer Partei. Schreib eine Email an eine Firma, die etwas besser machen könnte. 

Tag 30: Informier dich

Unsere #NoTrashChallenge ist nur der Anfang. Informier dich weiter. Holt euch Infos und Inspiration von Büchern, Filmen und Menschen. Dran bleiben ist das Motto.



 

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