Zero Waste locker & leicht - So macht der nachhaltige Lifestyle Spaß

Zero Waste locker & leicht - So macht der nachhaltige Lifestyle Spaß  

Wenn von einem Zero Waste Lifestyle die Rede ist, denken Viele erst einmal an eine Menge Entbehrungen und Abstriche. Das muss jedoch gar nicht sein, im Gegenteil: Zero Waste kann sogar eine Menge Spaß machen! 

Zero Waste kann manchmal etwas abschreckend wirken, daher zuerst einmal die Faustregel: Kein Druck. Zero Waste ist eine catchy Phrase, die allgemein bekannt ist. Korrekt wäre es jedoch, von einem Less Waste Lifestyle zu sprechen. Denn nach einem Leben ohne jeglichen Abfall streben, ist in unserer aktuellen Gesellschaft ein eher unrealistisches Ziel und führt nur zu Frustration.  
 
Viele denken, dass dieses Gefühl generell zu einem solchen Lebensstil dazugehöre. Einschränkung und einen komplizierten Alltag scheinen Einige damit zu verbinden. Dabei bedeutet ein Less Waste Lifestyle in der Realität einen drastischen Zugewinn an Freiheit und Leichtigkeit.  
Denn ein reflektiertes Konsumverhalten macht uns deutlich feinfühliger. Leider stimmt es nämlich, dass einige Dinge des alltäglichen Bedarfs nach wie vor sehr schwer unverpackt zu ergattern sind. Bei der Suche merken wir daher oft, ob wir etwas wirklich brauchen und überdenken unsere Prioritäten neu. So wird das eigene Leben ganz automatisch freier und unbeschwerter. Sich von Konsum und Besitz loszulösen ist sehr befreiend und schon nach kurzer Zeit springt man deutlich weniger auf Werbung an. Ein sehr angenehmer Nebeneffekt, eines sonst eher unerfreulichen Aspekts.  
 
Viele Zero Wastler beschreiben, dass sich das Streben nach einem müllarmen Lebensstil ein bisschen, wie der Ausbruch aus der sonst so einnehmenden Konsumgesellschaft anfühlt. Das eigene Konsumverhalten umzustellen, mag zwar Beginn etwas Umstellung bedeuten. Schon nach kurzer Zeit zeigt sich jedoch der befreiende und erleichternde Charakter einer solchen Lebensführung.  
 
Gleichzeitig fördert ein Less Waste Lebensstil die eigene Kreativität und spornt dazu an, umzudenken. Denn klar, ein paar Bereiche des Lebens erfordern etwas Umstellung. Doch hier ist es vor Allem eine Frage der Perspektive: Denn man kann diesen Änderungen statt mit Ablehnung auch mit Freude am Erfinder*innengeist begegnen. Was es nicht als verpackungsfreie Alternative gibt oder in der plastikfreien Variante zu teuer ist, kann oft ganz einfach selbst hergestellt werden. Zahlreiche Kosmetikprodukte, wie Seife, Shampoo oder Bodylotion, aber auch Haushaltsprodukte wie Spül- oder Reinigungsmittel können mit nur wenigen Zutaten selbst gemacht werden. 
 
Es kann richtig Spaß machen, hier auf Entdeckungstour zu gehen und zu überlegen, welche Produkte des alltäglichen Gebrauchts man alle selbst herstellen könnte. Das spart ganz nebenbei noch Geld und hat plötzlich richtig Freude im Haushalt, wenn man das Waschbecken mit dem eigenen DIY Putzmittel schrubbt.  
 
Ein kleiner Tipp am Rande: Einfach mal die Großeltern nach ihren Geheimrezepten fragen. Von ihren Tipps und Tricks, die zumeist aus einer Zeit vor der völligen Konsumgesellschaft stammen, können wir noch eine Menge lernen.  
 
Auch mit Kindern ist Zero Waste eine echte Bereicherung. Ein müllarmer, umweltbewusster Lebensstil kann Kinder wunderbar erden und ihnen spielerisch einen gesunden Bezug zur Natur und ihrer Umwelt vermitteln. Kindererziehung ist natürlich immer, aber gerade hier auch politisch: Wer Kindern von vornherein einen konsumreflektierten Lebensstil mit an die Hand gibt, erzieht bewusste Menschen heran, die künftig ganz selbstverständlich nachhaltig handeln werden und diese Denkweise weitertragen werden. Es ist ein wunderschönes Gefühl zu sehen, wie die Kleinen von Beginn an unser Klima im Hinterkopf haben und Freude daran haben, auf ihre Umwelt zu achten.  
 
So anders als der Alltag durchschnittlicher Eltern sieht ein Less Waste Lebensstil im Übrigen gar nicht aus: Ist das verpackungsfreie Babyshampoo des Vertrauens einmal gefunden und hat man sich einmal mit den Stoffwindeln eingewöhnt, läuft der Alltag schnell ganz flüssig. Viel mehr Gewöhnung, als es ein neues Kind ohnehin erfordert, ist es am Ende meist gar nicht.  
 
Doch das Allerbeste am müllreduzierten Leben: Es fühlt sich einfach richtig gut an! Morgens einen nachhaltig produzierten Kaffee im Stahlfilter brühen, in die Unterwäsche aus nachhaltiger Baumwolle schlüpfen, die Zähne gründlich mit der Bambuszahnbürste und der festen Minz-Zahnpasta putzen und das lecker vorgekochte Essen in der Brotdose mit zur Arbeit nehmen – es ist einfach ein verdammt gutes Gefühl, den Tag ohne Plastik und Müll zu beginnen! Ein konsumreduziertes Leben ist erleichternd und kann sehr, sehr viel Freude bereiten.